Der Wild Atlantic Way – Einzigartige Küstenstraße Irlands


Er gilt als einer der spektakulärsten Küstenstraßen Irlands, wenn nicht sogar der Welt. Die Rede ist vom Wild Atlantic Way. Langsam schlängelt sich die Straße an der zerklüfteten Westküste entlang und führt an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Highlights des Landes vorbei. Mit einer Länge von 2.600 Kilometern führt die Straße von der Halbinsel Inishowen Head im Norden des County Donegal bis in den Süden in das Küstenstädtchen Kinosäle im County Cork. Damit ist die Straße sogar die längste ausgewiesene Küstenstraße der Welt.

Streckenverlauf des Wild Atlantic Way
Quelle: wild-atlantic-way.de

 

Der Wild Atlantic Way verläuft, wie auf der nebenstehenden Karte gut zu sehen, entlang der Westküste der grünen Insel. Diese Route kann in beide Richtungen abgefahren werden.

 

Damit man die Natur und Landschaft genießen kann (und man nicht dauernd in die Straßenkarte schauen muss) weisen Schilder den richtigen Weg. Diese sind leicht zu erkennen und quasi an jeder Kreuzung zu finden. Auf dem Schild mit dem typischen Wellensymbol lässt sich außerdem erkennen, in welche Richtung man gerade unterwegs ist, nordwärts oder gen Süden.

Die Küstenabschnitte sind landschaftlich sehr unterschiedlich und deren Beschreibungen füllen ganze Reiseführer. Daher werde ich hier nicht auf jeden einzelnen Streckenabschnitt eingehen. Allerdings möchte ich ein paar Highlights nennen, die sich entlang der Route befinden. Gerade die Natur Irlands hat uns in seinen Bann gezogen und fasziniert, daher werden sich in der Auflistung keine Shoppingtipps oder Städte finden, die man besichtigen sollte. Natürlich sind diese vielleicht ebenfalls sehenswert, wir hielten uns aber lieber fernab von großen Touristenströmen und haben die Einsamkeit und Natur sehr genossen.

Highlights entlang des Wild Atlantic Way

Die Klippen von Slieve League, Donegal 

Diese Meeresklippen fallen steil hinab. Sie sind 601m hoch und werden fälschlicherweise oft als die höchsten Klippen Europas bezeichnet. Die etwas geheimeren Klippen auf Achill Island sind allerdings höher. Dennoch lohnt sich ein Besuch, denn Slieve League zählt zu den absoluten Highlights dieser Region. 

 

Connemara Nationalpark, Galway 

Diese Region im Westen Irlands ist ein Heide- und Moorgebiet und überzeugt mit vielen kleinen Inseln, Fischereihäfen und Stränden. Clifden ist die inoffizielle Hauptstadt der Region. Das geschützte Gebiet um Connemara gehört zu einem der sechs Nationalparks in Irland. Der Connemara Nationalpark wurde 1980 gegründet und soll Touristen und Einheimischen die geologischen Beschaffenheiten, Flora und Fauna erklären sowie die Natur vor Ort schützen. 

 

Killarney Nationalpark, Kerry

Der Nationalpark in der Grafschaft Kerry erstreckt sich über 100 Quadratkilometer. Hier finden sich drei Seen, die ältesten Eichenwälder Irlands und den Torc Wasserfall. Naturfans kommen ebenso auf ihre Kosten wie Besucher, die sich für das Leben in der Region und seine Geschichte interessieren. Es gibt viele Wanderwege und der Fernwanderweg Kerry Way kreuzt den Nationalpark ebenfalls. 

 

Die Insel Garinish, Cork

Die Insel liegt in der Bucht von Bantry im Südwesten Irlands. Naturliebhaber finden auf den 15 Hektar wunderschöne Gärten und eine wahnsinnige Artenvielfalt. Am besten erreicht man die Insel mit einer privaten Fähre. Diese fährt regelmäßig in Glengarriff ab und auf der Überfahrt kann man Robben beobachten, wie sie faul auf ihren Sandbänken liegen. Eine Besichtigung kostet natürlich und ist meist nur in den Sommermonaten möglich. 

Persönliches Highlight

Entlang der Küstenstraße bieten sich viele tolle Ausblicke, Burgruinen, unzählige Schafe und einsame Streckenabschnitte. Doch Achill Island hat es uns besonders angetan. Heinrich Böll war bereits in den 50er Jahren zu Besuch auf dieser Insel und widmete ihr sogar ein ganzes Werk, das Irische Tagebuch. Die Insel ist über eine Brücke bequem mit dem Auto zu erreichen. Warum es uns hier besonders gut gefallen hat, erfahrt ihr in diesem Blogpost.

Keem Bay auf Achill Island

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