Sintra - Stadt der Paläste


Jeder der nach Portugal geht hat Lissabon auf der To-Do-Liste. Dabei gibt es eine Stadt, die vor Charme nur so sprüht. Sintra ist ein echter Abenteuerspielplatz und hat mehr als nur eine Burg zu bieten. Kein Wunder, dass diese Stadt seit über zwanzig Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. In diesem Blogbeitrag geben wir euch einen Überblick über das Burgen-Paradies in Sintra und zeigen euch, warum diese Stadt etwas ganz besonderes ist. 

Castelo dos Mouros / Moorish Castle

 

Diese Burg ist eine Ruine aus dem 8. oder 9. Jahrhundert. Erbaut wurde diese von den Mauren, doch es wurden unter den verschiedenen Herrschern stets Teile ergänzt, erneuert oder neu gebaut. Daher lassen sich die verschiedensten Epochen deutlich in den Überresten der Mauern erkennen. Der Eintritt kostet ca. 8 Euro. 

Der Aufstieg zu dieser Burgruine ist ebenfalls ein echtes Highlight. Entlang der Pedestrian Route wandert man durch den Wald stets bergauf. Hier sollte man wachsam sein und sich genau umschauen. Die botanische Vielfalt hier ist einfach einzigartig und weitere Sehenswürdigkeiten lassen sich hier zu Fuß entdecken, die den Touristen in den Bussen entgehen. Kleine Bachläufe plätschern entlang des Weges, seltene Blumen recken ihre Hälse nach den ersten Sonnenstrahlen und man wird das Gefühl nicht los, im Regenwald gelandet zu sein. Die Villa Sassetti liegt mitten in dieser Oase und ist ein wunderschönes Gebäude. 

Beim Aufstieg kann man immer wieder Blick auf die oberliegende Burg und die Stadt genießen. Wir waren bereits früh morgens unterwegs und der Nebel hing mystisch in den Hängen. 

Unten beim Einstieg dieser Route stehen oft Mitarbeiter der Stadt und verteilen Karten. Diese sind kostenlos und sehr hilfreich um dich unterwegs zu orientieren. 

Palácio National da Pena

Dieser Palast war meiner Meinung nach der touristischste von allen. Diese bunte Anlage ist ein echter Hingucker und vom Moorish Castle aus gut zu Fuß zu erreichen, da es direkt auf dem Nachbarhügel liegt. Obwohl Pena auf portugiesisch Kummer heißt und der Palast daher oft umgangssprachlich Kummerpalast genannt wird, kommt der Name ursprünglich von dem Felsmassiv, auf dem es erbaut wurde - Penedo. Das Schloss wurde 1840 auf den Ruinen eines Klosters erbaut. Heute sind hier ebenfalls ein Restaurant und Souvenirshop zu finden. Das Schloss wimmelt nur so von Selfie-Sticks und Handkameras. Für meinen persönlichen Geschmack etwas zu viel des Guten. Ein Spaziergang über die Außenmauer einmal um das Schloss herum lohnt sich allerdings sehr. Von hier oben hat man einen wahnsinnig schönen Blick und kommt aus dem Burgen und Palast zählen gar nicht mehr heraus. Unglaublich wie viele majestätische Gebäude auf diesem kleinen Fleckchen Erde stehen.

 

Park da Pena

Neben der etwas touristischen Burg, von der wir schnell wieder weg waren, hat uns der dazugehörige Park umso mehr überzeugt. Rund um den Palast liest König Ferdinand einen riesigen Park anlegen, in dem es so einiges  entdecken gibt. Man fühlt sich selbst wie ein kleines Kind auf einem Abenteuerspielplatz. Hinter jeder Ecke gibt es botanische Highlights, Gewächshäuser, Brunnen, Teiche und Türmchen zu entdecken. Einige der Bäume, die hier stehen gehören zu den ältesten Europas und sind einfach sehr eindrucksvoll. Da fühlt man sich selbst direkt ein ganzes Stück kleiner. 

Palácio da Regaleira

Dieser Palast liegt unweit des Stadtzentrums von Sintra und ist bequem zu Fuß erreichbar. 1910 wurde dieser fertiggestellt und gehört zu einer der wichtigsten touristischen Attraktionen. Das Anwesen besteht aus einem Hauptgebäude, einer kleinen Kapelle und einem großen Parks mit unzähligen Seen, Grotten, Brunnen und Brücken. 

 

Park und Quinta da Regaleira

Vier Hektar umfasst in etwa der Park, der diesen Palast umgibt. Über zahlreiche Fußwege kann man hier auf Entdeckungstour gehen. Der untere Teil des Parks ist ordentlicher angelegt, wohin gegen der obere Teil der naturbelassenere Teil ist. Überall finden sich zahlreiche Skulpturen, Statuen und kleinere Bauten. 

Das absolut Beste meiner Meinung nach waren die Geheimgänge. Für mich hat das schon immer etwas sehr faszinierendes und daher war der Entdecker-Geist sofort geweckt. In einer in Stein gebauten Spirale schlängelt sich eine Treppe in die Tiefe. Durch geheime Gänge und ein unterirdisches Tunnelsystem kommt man am anderen Ende des Parks wieder nach oben. Das Höhlensystem endet an einem kleinen See. Über Steine im Wasser gelangt man auf die andere Seite.

Die Stadt Sintra

Die Stadt Sintra liegt etwa 25 Kilometer westlich von Lissabon. Neben den vielen jahrhundertealten Palästen hat die Stadt selbst auch ihren Charme. Die engen Gässchen laden zum Bummeln ein und in einem der vielen kleinen Restaurants oder Bars ist für Jeden etwas dabei. Wer etwas abseits des Touristenstroms essen möchte, der sollte dem Casa das Minas einen Besuch abstatten. Diesen Geheimtipp haben wir von einem Einheimischen bekommen und waren total begeitsert. Bei diesem Bistro handelt es sich gleichzeitig um eine Kunstschule, sodass die Räume liebevoll und einzigartig eingerichtet wurden. Der Ausblick der Terrasse über die Stadt ist einfach unschlagbar, denn man blickt direkt auf den Nationalpalast. Der Besitzer spricht ein kleines bisschen Deutsch und bewirtet seine Gäste sehr freundlich und zuvorkommend. Die kleineren Gerichte und Kuchen schmecken sehr gut und sind preislich mehr als in Ordnung. Das Casa das Minas liegt direkt am Wanderweg Pedestrian Route. 

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