Meine 3 Highlights in Hamburg


Jeder ist auf der Suche nach dem absoluten Geheimtipp. Ich fürchte, wenn du danach suchst, wirst du in diesem Artikel nicht fündig. Dank Instagram gibt es glaube ich keinen Ort mehr, der wirklich noch geheim ist und den ich dir hier nennen könnte. Allerdings kann ich dir von meinen persönlichen Hamburg Highlights berichten. Du wirst schnell merken, dass es mich oft ins Grüne zieht. Daher sind meine Lieblingsecken eher Plätze, die dir eine andere, wunderschöne Seite der Hansestadt zeigen – kleine Oasen fernab vom Großstadttrubel.

1. Kanu fahren durch die Alsterkanäle

Klingt nach Venedig und Urlaub, ist aber die schönste Beschäftigung für ein Wochenende in Hamburg. Wie alle Städte, die am Wasser gelegen sind, hat auch die Hansestadt gerade im Sommer einen ganz besonderen Charme. Das Leben spielt sich draußen ab, die Leute sind aktiver und unternehmungslustiger. Daher ist es kein Geheimnis, dass man die Stadt unbedingt vom Wasser aus erkunden sollte. Wer aber nicht mit den unzähligen Touristen im Tretboot auf der Alster herumschippern will, der leiht sich ein Kanu und begibt sich damit auf Entdeckungstour durch die vielen kleinen Alsterkanäle.

 

An einem sonnigen Tag sollte man meiner Meinung nach einen Abstecher in den Stadtpark-See machen und sich dort erfrischen. Badevergnügen ohne Handtuch an Handtuch zu liegen - was gibt es Besseres? Ein weiteres Highlight ist sicher auf der Rondeelteich. Rings um den kreisrunden See reihen sich wunderschöne Villen. Diese Sicht gibt es nur vom Wasser aus, denn keine öffentliche Straße und kein Gehweg führt an diesen Teich. Mein absolutes Highlight der Kanu-Tour war das Café Canale. Man legt direkt am Gebäude an und bestellt bequem durchs Fenster. Eisgekühlte Getränke oder hausgemachtes Eis oder Kuchen werden direkt ins Kanu gereicht. Herrlich! 

Tipps für die Kanu-Fahrt

  1. Von unterschiedlichen Freunden wurde mir die Bootsvermietung Dornheim empfohlen. Dort gibt es viele Kanus, sodass man auch an sonnigen Tagen die Chance auf eines der begehrten Gefährte hat. Außerdem sind die Preise dort nicht so hoch wie direkt vorne an der Alster. Hier geht es zur Webseite. Mit Sack und Pack geht es an Bord. Mit im Gepäck: eine Karte. Diese ist sehr hilfreich, um sich in den Kanälen nicht zu verfahren. Achtet darauf, dass sie euch nicht ins Wasser fällt. Ich habe gehört, dass ist Leuten schon passiert... Räusper. 
  2. Ausreichend Proviant einpacken. Auf dem Wasser vergisst man gerne die Zeit. Gerade an heißen Tagen sollte man darauf achten, ausreichend zu trinken. Und damit meine ich Wasser. 
  3. Ich weiß, ich klinge wie deine Mutter, aber auch Sonnenschutz sollte mit ins Gepäck. Wer bereits einen ganzen Tag auf dem Wasser verbracht hat, der weiß, wie schnell man sich einen fiesen Sonnenbrand holen kann. Eine Cap oder ein Hut können ebenfalls nicht schaden. 
  4. Vom Sprung ins Kühle nass und anschließendem Zurück-Gekletter ins Boot ist klar, dass der Boden im Kanu früher oder später mit Wasser gefüllt ist. Solltet ihr einen Bade-Stopp einplanen, empfiehlt sich nicht nur ein Handtuch, sondern auch eine Tasche, die nass werden darf bzw. kann.

2. Spaziergang über den Friedhof

Klingt wie der Beginn eines Horror-Films, ist aber wunderschön. Denn der Friedhof Ohlsdorf ist ein Friedhof der Superlative. Hättest du gewusst, dass er der größte Parkfriedhof der Welt ist? Mit knapp 400 Hektar Größe ist es zweimal größer als Monaco und neunmal der Vatikan. Damit ist er außerdem größter als der Central Park in New York. Um den weiten Strecken gerecht zu werden, führen Straßen durch die gesamte Anlage auf der auch zwei eigene Buslinien verkehren. 2.800 Bänke stehen in der größten Grünanlage Hamburgs. Da sich Besucher bei einem Park dieser Größe schnell auf den gewundenen Wegen verlaufen können ist daher kein Wunder. Kostenlose Friedhofspläne bekommt ihr im Beratungszentrum.

 

Neben großen Kriegsgräbern finden sich hier Denkmäler, imposante Familiengräber aus alter Zeit, verwunschene Seen und idyllische Waldgräber. Dieser Friedhof wirkt fast irgendwie verwunschen. Daher finde ich, kann man wirklich viel Zeit hier verbringen und entdeckt immer wieder Neues. Kein Wunder, dass viele Berühmtheiten hier ihre letzte Ruhestätte finden. Wer ihnen einen Besuch abstatten möchte, kann in diesem Verzeichnis nachsehen, wo die entsprechenden Gräber zu finden sind. Das ist doch mal ein etwas anderer Sonntagsausflug.

Wo liegt der Ohlsdorfer Friedhof?

3. Baden an der Dove-Elbe

Obwohl es in Hamburg viel regnet und der Himmel häufig grau ist, kann der Sommer wirklich sehr schön sein. Wenn die Hitze zwischen den Häusern hängt und die Sonne durch das Bürofenster knallt, sehne ich mich nach einer Abkühlung. Während sich die Familien Handtuch an Handtuch in die Freibäder der Stadt legen, zieht es mich eher an Seen. Verwöhnt von Allgäuer Bergseen fand ich die Auswahl hier erst nicht berauschend – bis ich an der Dove-Elbe war. Dabei handelt es sich um einen etwa 18 Kilometer langen Nebenarm der Elbe. Grüne Wiesen, schattenspendende Bäume und schwimmende Holzstege schmücken das Ufer. Das Wasser ist hier klar und frisch und lädt zum Baden ein. Mehr dazu findest du in meinem Blogbeitrag "Ab ins Grüne – Ausflugstipps rund um Hamburg".

 

Seit Ende 2018 gibt es die Überlegungen, dieses Gebiet zu einem Tide-Gewässer zu machen und die Schleuse zu öffnen. Das heißt, diese Bade-Oase wäre dann den Gezeiten ausgesetzt und eine Schlick-Landschaft würde da entstehen, wo es sich bis heute so herrlich baden und entspannen lässt. Aktuell gibt es eine Bürgerinitiative & Petition zum Erhalt dieses Hamburger Paradises. Wer sich dafür einsetzen oder mehr erfahren möchte, klickt einfach hier