Von Piovere auf die Cima Comer


Vom kleinen Bergdorf Piovere aus führt diese lange Wald- und Wiesenrunde einmal um den Monte Denervo herum, bis wir schließlich einen herrlichen Ausblick von der Cima Comer über den ganzen Gardasee und die umliegenden Berge genießen können. Für die gesamte Runde braucht man in etwa sechs Stunden und legt 17,5 Kilometer zurück. 

Piovere ist ein sehr kleines Bergdorf in Tignale. Die Straßennamen gehen ineinander über und die Hauptstrasse gleicht mehr einer schmalen Gasse, die sich sehr steil nach oben schlängelt. Ich habe daher am Ortseingang geparkt und bin hinauf zur Kirche San Marco gelaufen. Bereits hier hat man einen sehr schönen Blick hinunter auf den See. Von hier aus laufen wir die Straße geradeaus hinauf, bis die Straße breiter wird. Die Straße geht in den Weg 252 über und schlängelt sich mit mäßiger Steigung den Berg hinauf. An einer scharfen Linkskurve folgen wir dem Weg hinein nach rechts in den Wald. An dem kleinen Wegweiser lesen wir Passo di Fobia und halten uns fortan an diese Richtung. 

Wir folgenden dem Weg durch den Wald, der erfrischenden Schatten spendet, bis zu einem witzigen Eisentor, an das verschiedene Stofftiere gebunden sind. Wir gehen durch das Tor und erreichen die private Alm Malga Nangui. 

Wir gehen über die Kuhweide und folgen dem oft nur schwer zu erkennenden Weg hinauf bis zur Waldkante. Nicht erschrecken, die Kühe verstecken sich oft bis weit nach oben zwischen den Bäumen und Sträuchern. Der Weg führt nun wieder etwas steiler nach oben, an steinigen Felswänden entlang. Hier können wir immer wieder einen tollen Blick auf den Valvestino Stausee erhaschen. Schon bald endet der Weg auf einer breiten Teerstraße am Bocchetta di Lovere. Wir folgen der Straße talwärts durch die kleine Ortschaft Briano bis zur Baita degli Alpini di Gargnano, einer kleinen Hütte etwas oberhalb der Straße, die zum Verweilen einlädt. Bereits hier kann man den Blick über den Gardasee schweifen lassen. Getränke und kleine Snacks werden hier allerdings nur am Wochenender serviert. 

An der Hütte vorbei wieder hinauf in den Wald. Hier verlaufen sowohl die Wege zur Cima Comer, als auch hinauf auf den Monte Denervo, Wir halten uns hier stets in Richtung Cima Comer. Es folgt das letzte steile Stück, bevor wir direkt zur Aussichtsplattform laufen und aus dem Wald hinaus treten. Hier bietet sich direkt ein einzigartiges Panorama und hier sollte man unbedingt ein paar Minuten ausruhen und genießen. 

Nach der Aussichtsplattform gehen wir hoch bis zum eigentlichen Gipfel, da die Aussichtsplattform etwas unterhalb liegt. Falls ihr hier Ziegen begegnet, solltet ihr lieber auf euren Proviant aufpassen. 

Nach diesem Gipfelgenuss gehen wir den Weg zurück zum Sattel und folgen dem Weg nach rechts in Richtung Muslone. Nach einer alten, verlassenen Hütten kommen wir auf eine große Wiese. Hier ist der Weg nur schwer zu erkennen und teilweise zugewachsen. Hier ist es ratsam sich einfach in einem großen Linksbogen bis zum Waldrand zu bewegen. 

Wir folgen dem angeschriebenen Weg immer weiter bergab. Nach einem kurzen letzten Anstieg kommen wir wieder auf eine breitere Straße. Hier gehen wir nach links in Richtung Boldis. Dabei handelt es sich um die Ruinen einer niemals fertiggestellten Feriensiedlung und die Straße schlängelt sich im Zickzack hinunter. Schon bald kommen wir auf unseren Ausgangsweg und kennen den Weg bereits zurück zum Parkplatz. Auf diesem letzten Stück ist die Straße geteert und sehr steil. Hier empfiehlt es sich mit Stöcken zu laufen, um die Knie etwas zu entlasten.