Achill Island oder warum Irland hier besonders schön ist


Wir haben Achill Island auf der Karte entdeckt. Da es eh auf unserer Route liegt, beschließen wir einen Abstecher dorthin zu machen. Nach einem Tag auf den holprigen Straßen Irlands kommen wir endlich an und gönnen uns ein typisches Guiness im lokalen Pub. Direkt kommen wir mit ein paar Einheimischen ins Gespräch. Die Gastfreundschaft und Offenheit der Iren spielt sicher eine sehr große Rolle, warum uns dieses Land bereits seit dem ersten Tag in seinen Bann gezogen hat. Uns wird erzählt, dass hier auf der Halbinsel die höchsten Meeresklippen Europas zu finden sind. Kaum zu glauben – so ganz ohne Werbung und großer Ankündigung am Straßenrand. 

Wir bekommen den Weg dorthin erklärt und beschließen uns dieses Highlight nicht entgehen zu lassen.

Pub auf Achill Island in Irland

Wir fahren nach Keem Bay. Wir folgen der Straße über einen steilen Pass hinab zu einer Bucht. Hier hört die Straße auf. Ein Parkplatz, eine Bucht, eine öffentlich Toilette (wichtige Info für Camper ;-) ) und jede Menge grüne Wiesen, Schafe und Berge sind alles was es hier gibt. Außer uns steht hier nur ein weiteres Auto am Straßenrand mit Blick auf die Bucht. 

Am Strand haben Forscher ihr Zelt aufgeschlagen. Wie uns ein Ire erzählt, wurden vor ein paar Stunden hier Haie gesichtet. Das ist das Gesprächsthema Nummer eins an diesem Abend und auch wir kommen in den Genuss. Von unserem Parkplatz etwas oberhalb der Bucht sehen wir den großen Schatten eindeutig durch das Wasser schwimmen. Mit dem Fernglas erkennen wir ihn auch: den Riesenhai. Dieser Hai kann bis zu zehn Meter lang werden. Nach dem Walhai ist er der zweitgrößte bekannte Fisch der Erde. Doch auch Wale und Delfine sollen sich oft hier in der Bucht aufhalten – Ein perfekter Beobachtungsposten für alle Tierfans. 

Ein Fischer kommt vorbei und schenkt uns frischen Fisch direkt aus der Bucht. Darüber freuen wir uns besonders, aber auch der Hund macht große Augen.

Der Aufstieg auf die höchsten Meeresklippen Europas lohnt sich sehr! Die Klippen sind nicht ausgeschildert und wir laufen am nächsten Morgen quer über die Wiese auf den Kamm des Hügels. Der Croaghaun ist der höchste Berg der Insel. Seine Ausläufer mit 664 Metern sind die höchsten Klippen Irlands. Diese sind dreimal höher als die berühmten Cliffs of Moher, die in der Hauptsaison nur so von Touristen überrannt werden. Im Gegensatz dazu sind diese Klippen ein echter Insider-Tipp. Abgesehen von uns, kommen uns nur zwei andere Pärchen auf dem Trampelpfad entgegen. 

 

Neben einem atemberaubenden Blick über die Bucht, wird man zudem mit steil abfallenden Klippen belohnt. Da die Luftfeuchtigkeit hier durch die Gischt und das irische Wetter oft sehr hoch ist, kann das Gras sehr rutschig sein. Daher raten wir zu festem Schuhwerk. Außerdem sollte man vorsichtig an den Rand der Klippen treten. Hier gibt es kein Besucherzentrum, daher auch keine Absperrungen oder Sicherheitshinweise. Die Begehung erfolgt auf eigene Gefahr. Die Laufzeit beträgt in etwa eine Stunde (inklusive Fotostopps und Pausen zum Staunen und Genießen). 

Ein weiteres Highlight, das man hier nicht verpassen sollte, ist der Atlantic Drive. Gerade für Reisende, die mit dem Wohnmobil oder Camper unterwegs sind, ist diese Straße ideal. Hier findet man ein Postkartenmotiv nach dem anderen und die schroffen Küsten mit grünen Wiesen und Schafen, die man vor Augen hat, wenn man an Irland denkt. Auf der Südseite der Halbinsel verläuft diese Straße direkt an der Küste entlang. Viele Parkbuchten laden zum Anhalten und frei stehen ein. Die Panoramastraße ist Teil des berühmten Wild Atlantic Way und durch diesen auch ausgeschildert. Diese Straße gilt als einer der spektakulärsten Küstenabschnitte Irlands. Ich denke, die Bilder sprechen hier für sich und ich muss nicht mehr dazu sagen – Einfach eine einzigartige Stimmung, egal bei welchem Wetter oder zu welcher Tageszeit.

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