DIY Weihnachtsgeschenk: Wachstücher


An den Supermarktkassen werden die Plastiktüten immer weniger und Unverpackt-Läden liegen voll und ganz im Trend. Wer selbst ebenfalls einen Beitrag für die Umwelt leisten möchte, kann auch bei den Weihnachtsgeschenken eine nachhaltige Wahl treffen. 

Wachstücher sind eine tolle Alternative zu Alufolie oder Frischhaltefolie und sehr viel langlebiger. Das Beste: Sie lassen sich ganz einfach selbst machen. Die mit Wachs beschichteten Tücher sind antibakteriell und gleichzeitig atmungsaktiv, Man kann darin Obststücke einwickeln oder Schalen und Teller optimal abdecken. Durch die dünne Wachsschicht lässt sich das Tuch in Form drücken und haftet so selbstständig. Nach der Benutzung lässt sich das Tuch einfach mit einem Lappen abwischen und damit reinigen. 

Selbstgemachte Bienenwachstücher als Weihnachtsgeschenk

Alles was du für die Bienenwachstücher brauchst sind, wer hätte es gedacht, Stoffreste und Bienenwachs. Bei den Stoffstücken ist es wichtig darauf zu achten, dass es sich um 100% Baumwolle handelt. Man kann sich dafür tolle neue Stoffe aussuchen, ein altes T-Shirt oder andere Stoffreste eignen sich aber ebenso. Zu meinem Glück gibt es bei uns in der Gegend einen Imker-Bedarfs-Laden, bei dem wir dünne Mittelwände aus Bienenwachs gefunden haben. Es eigenen sich aber auch sogenannte Wachspastillen oder klein geschnittene Kerzenreste. Wenn die Wachstücher vegan sein sollen, kann man selbstverständlich auf pflanzliches Wachs, wie Carnaubawachs, ausweichen. 

Für die Wachstücher brauchst du:

  • Wachs deiner Wahl (Bienenwachs, Carnaubawachs etc.)
  • Stoff aus 100% Baumwolle 
  • eine Stoffschere 
  • ein Maßband
  • Backpapier 
  • ein Bügeleisen

Anleitung für Wachstücher

Im Internet kursieren viele Varianten, wie man die Tücher am Besten mit Wachs behandelt. Bei manchen Rezepten wird das Wachs vorab geschmolzen und auf die Tücher gepinselt, bei anderen Anleitungen wird das Wachs auf den Tüchern im Backofen flüssig. Jede diese Varianten hat sicher ihre Vor- und Nachteile, doch wir haben es und ganz einfach gemacht. 

1. Zuschneiden der Tücher

Zuerst werden die Stoffbahnen oder Reste mit einer Stoffschere in die gewünschte Größe geschnitten. Ich persönlich finde 30 x 30 Zentimeter sehr praktisch, da sich damit sehr viel abdecken lässt. Bei der Wahl der Größe ist es hilfreich zu wissen, was man später damit machen möchte. Für Joghurtbecher, Müslischalen oder Obststücke eignen sich kleinere Wachstücher, für Teller oder Schalen sollten sie etwas größer sein. Solltest du die Tücher für jemand anderen machen, finde ich es immer schön, zwei verschiedene Größen zu verschenken.

2. Tuch mit Wachs behandeln

Das zugeschnittene Stofftuch wird auf ein Stück Backpapier gelegt. Je nach Größe der Tücher können auch mehrere auf einmal verarbeitet werden. Allerdings würde ich dazu raten, die Tücher nicht übereinander zu legen, sondern separat zu behandeln. Die Wachsplatten werden in kleine Stückchen gezupft und auf dem Tuch verteilt. Ein zweiter Bogen Backpapier wird darüber gelegt und das Ganze vorsichtig gebügelt. Dadurch schmilzt das Bienenwachs und dringt langsam in die Fasern des Baumwolltuchs ein. Dabei kommt es auf die richtige Menge an. Zu viel Wachs macht das Tuch steif und porös. Zu wenig ist ebenfalls schlecht – ist der Stoff nicht gleichmäßig mit Wachs getränkt und damit beschichtet, können sich Bakterien festsetzen. Diese Stellen fangen beim späteren Gebrauch an zu schimmeln. Achte daher darauf, dass wirklich jeder Teil des Stoffes gut mit Wachs bedeckt ist. Vor allem die Ecken und Ränder werden dabei oft vernachlässigt. 

3. Wachstücher trocknen

Das Wachstuch ist nun fertig beschichtet und muss nur noch abkühlen. Das Tuch vorsichtig vom Backpapier abziehen und zum Trocknen aufhängen. Dafür eignet sich beispielsweise ein Wäscheständer. Bereits nach kurzer Zeit ist das Wachs ausgehärtet. 

4. Falten & Verpacken

Sind die Bienenwachstücher abgekühlt, werden sie wie normales Papier gefaltet. Durch die Beschichtung bleiben sie in dieser Form und können einfach verpackt werden.

Die Tücher können so oft man möchte verwendet werden. Sollten sie nach einiger Zeit etwas porös werden oder nicht mehr so flexibel sein, kann das Tuch einfach wieder gebügelt werden. Dadurch verteilt sich das Wachs wieder gleichmäßig und das Tuch ist wie neu. Bei Bedarf kann es auch mit einer neuen Wachsschicht behandelt werden.

Viel Spaß beim Nachmachen!